Pressemitteilungen

Franziska Günzel und Helge Wilker gewinnen José Veciana Best Paper Award

Franziska Günzel und Helge Wilker haben in der letzten Woche in Budapest, Ungarn, den José Veciana Best Paper Award für Nachwuchswissenschaftler gewonnen. Die beiden Doktoranden des Interaktionszentrum Entrepreneurship wurden auf der 23. RENT Konferenz für ihren innovativen Forschungsansatz “Patterns in Business Models – A Case Survey” ausgezeichnet.

Die RENT-Konferenz ist die größte und renommierteste Konferenz zum Thema Entrepreneurship in Europa. Dieses Jahr diskutierten 260 Teilnehmer über 150 präsentierte Arbeitspapiere in der Corvinus Universität in Budapest. Traditionell wird zur Ehrung herausragender Forschungsleistungen ein Best Paper Award für Nachwuchswissenschaftler verliehen – dieses Jahr zum ersten Mal in Gedenken an José Veciana. Die beiden Magdeburger Forscher Franziska Günzel und Helge Wilker teilen sich die Auszeichnung mit einem niederländischen Forscherteam.

Die Mitarbeiter des Interaktionszentrum Entrepreneurship befassen sich in ihrer Forschungsarbeit mit der Identifikation von Geschäftsmodellmustern hinsichtlich Komplexität, Änderungsgrad sowie Besonderheiten von wachstumsstarken Gründungsunternehmen. Sie analysierten dabei 50 Start-Ups aus den USA und den deutschsprachigen Ländern Europas anhand von longitudinalen Fallstudien. Mit ihrer Arbeit schaffen sie erstmalig eine analytische Grundlage, um Geschäftsmodelle – welche immer mehr in den Mittelpunkt des Gründungsgeschehens rücken – zu konzeptionieren und Wachstumstreiber zu integrieren.

Franziska Günzel erhielt im Rahmen ihrer Auszeichnung ein Stipendium für die Teilnahme am USASBE Doktorandenseminar in Nashville, USA. Dort erhält sie die Gelegenheit das Forschungsvorhaben im Januar 2010 mit Fachexperten zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Kontakt:
Dipl.-Kffr. Franziska Günzel
E-Mail: franziska.guenzel at ovgu. de

Weitere Informationen

Unternehmen Region über TASC Kick-Off

Wenn uns der Schlag trifft: Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten in Sachsen-Anhalt (http://www.unternehmen-region.de/de/4331.php)

Magdeburger Volksstimme über TASC Kick-Off

Artikel in der Magdeburger Volksstimme (12.11.2009)

Artikel aus der Magdeburger Volksstimme (12.11.2009)(Artikes vergrößern)

Forscher, Denker und Erfinder - Wissenschaftler für Magdeburg

PD Dr. Michael Görtler (Link)
Prof. Dr. Georg Rose (Link)

TASC startet in die zweite Runde (2009-06-09)

Um Schlaganfälle künftig über große Distanzen hinweg telemedizinisch zu diagnostizieren und die Behandlung zu unterstützen, arbeiten Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität ab Juni fachübergreifend an tragfähigen Geschäftsmodellen und hochmoderner Telemedizintechnik im Rahmen des Projekts TASC – Telemedical Acute Stroke Care. Erste Effekte der Forschungsaktivitäten werden schon bald in Sachsen-Anhalt spürbar sein. Insgesamt fünf Kliniken des Landes werden telemedizinisch an das Universitätsklinikum Magdeburg angebunden und die Versorgung von Schlaganfallpatienten wird somit schon bald vor allem in ländlichen Gebieten deutlich verbessert werden.

Das Vorhaben wird gemeinsam von dem Lehrstuhl Medizinische Telematik und Medizintechnik (Prof. Dr. Georg Rose), der Klinik für Neurologie (Prof. Dr. Hans-Jochen Heinze und PD Dr. Michael Görtler) und dem Institut für Neuroradiologie (Prof. Dr. Martin Skalej) unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Raith vom Interaktionszentrum Entrepreneurship realisiert. Gefördert wird die TASC-Force über die nächsten zwei Jahre mit 1,47 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des neuen Programms “Forschung für den Markt im Team”, kurz ForMaT.

In 2008 wurden für die nun beginnenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in einer sechsmonatigen Screeningphase die Grundsteine gelegt. Die Forscher fanden heraus, dass der Fokus der im Markt etablierten Netzwerke auf der Verbesserung der Versorgungsqualität liegt, aber die Wirtschaftlichkeit der Netzwerke und die Effizienz der eingesetzten Telemedizintechnik vernachlässigt wurde.

Die TASC-Mitarbeiter – zwei Neurologen, vier Ingenieure und vier Wirtschaftswissenschaftler – verfolgen deshalb seit dem 1. Juni 2009 die Entwicklung einer skalierbaren und kosteneffektiven Telemedizin-Infrastrukturlösung und adressieren dabei Forschungsaspekte der Technologie- und Geschäftsmodellentwicklung sowie der Gesundheitsversorgung. Erster Schritt für die Forscher wird der Aufbau eines telemedizinischen “Freifeld-Labors” sein. Bereits Ende letzten Jahres wurden die Kliniken Halberstadt und Stendal durch den Lehrstuhl von Prof. Rose mit diagnosetauglicher Videokonferenztechnik ausgestattet und darüber mit dem Universitätsklinikum Magdeburg verbunden. Über 30 Patienten konnten seitdem schon telemedizinisch versorgt werden. Nun werden drei weitere Kliniken an dieses Netzwerk angeschlossen, um den Forschern eine realistische Testumgebung für ihre Entwicklungen zu schaffen.

Weltweit steht der Schlaganfall auf Platz zwei der Rangliste der Todesursachen und ist Hauptursache für Behinderungen in den westlichen Industrieländern. Allein in Deutschland gibt es ca. 160.000 Neuerkrankungen jährlich. Eine effektive Akuttherapie darf nur in einem sehr engen Zeitfenster von drei Stunden nach Krankheitsbeginn und nur bei einer bestimmten Art des Schlaganfalls angewandt werden. In diesen drei Stunden muss der Schlaganfall als solcher erkannt werden, die Rettung und der Transport zur richtigen Klinik erfolgen, eine Vielzahl von Entscheidungen getroffen sowie Anamnesen gestellt und Untersuchungsbefunde erhoben werden. Dieser Zeitrahmen lässt keinen Platz für Verzögerungen oder Fehlentscheidungen. In Regionen ohne Schlaganfallspezialisten in Sachsen-Anhalt ist die Einhaltung des Drei-Stunden-Zeitfensters derzeitig fast unmöglich. Durch den Einsatz der Telemedizin kann diese Situation effektiv verbessert werden.

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Interaktionszentrum Entrepreneurship Bundesministerium für Forschung und Bildung Förderprogramm ForMat